Maroni, Esskastanie, Edelkastanie – Castanea sativa

Wenn die Tage wieder kürzer werden, beziehen auch die Maroniverkäufer wieder Stellung in den Einkaufsstraßen. Beim Vorbeigehen der Duft von frisch gebratenen Maroni lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die köstlichen Vorboten des Winters: Maroni, Edelkastanie oder Esskastanie, mancherorts in Österreich werden sie auch “Keschtn” genannt. Wissen Sie woher diese Köstlichkeit kommt? Wir verraten es Ihnen.

Das Bild zeigt die Frucht der Maroni oder Esskastanie, Castanea sativa.

Eingebettet in eine stachelige Hülle wachsen die Früchte der Maroni/Esskastanie auf dem Baum.

 

Maroni wachsen nicht im Supermarkt sondern auf den Bäumen

Botanisch gesehen, zählt die Esskastanie zu den Buchengewächsen. Ursprünglich kommt sie aus Asien. Früher diente sie als Volksnahrungsmittel im Mittelmeerbereich und wurde als “Kartoffel der Armen” oder “Brot des kleinen Mannes” bezeichnet. Nach wie vor liegt das Hauptanbaugebiet in den wärmeren Regionen Europas (Portugal, Spanien, Frankreich, Süddeutschland), aber auch Nordamerika, China und Japan. In Österreich kommen sie vermehrt im Burgenland und der Steiermark vor.

Esskastanien wachsen leider nicht überall, besonders nicht auf kalkhaltigen, schweren, tonigen Böden. Sie bevorzugen frische, lockere, tiefgründige Böden mit hohem Phosphor- und Kaliumanteil. Sie lieben die Wärme und sind gegen Spätfrost empfindlich.

Die Esskastanie ist ein sommergrüner Baum, der im ausgewachsenem Zustand bis zu 25m, in seltenen Fällen  bis zu 35m hoch werden kann. Die Krone ist bauchig, kugelig und weit ausladend. Die Blüte ist weiß und im Mai. Wobei die Blüten in männliche und weibliche Blüten unterteilt werden. Das heißt, die Pflanze bestäubt sich zwar selber, aber nicht aus jeder Blüte wird eine Frucht. Kommt es zur Bestäubung, entwickelt sich eine Frucht, die von einer stacheligen Fruchthülle (Cupula) umgeben ist. Anfangs ist diese Hülle grün und bis zur Reife der Früchte verfärbt sie sich braun. Geerntet wird von Ende September bis Ende November. Einen Steckbrief zur Maroni finden Sie in unserem Pflanzen-ABC.

 

Ein fettarmer Snack

Esskastanien haben einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, Stärke und Saccherose. Der hohe Kohlenhydratanteil unterscheidet sie auch von den meisten anderen Nüssen, die in erster Linie Fette enthalten. Auch ist der Eiweißgehalt im Vergleich zu anderen Nüssen geringer. Vitamine liefert die Maroni in Form von Vitamin B (wichtig für die Nervenfunktion), Vitamin C und E. Aber auch Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium (für einen gesunden Stoffwechsel) sind enthalten.

 

Die richtige Zubereitung

Vorab der Frischetest: Sie haben Esskastanien gekauft, sind sich aber nicht sicher ob sie noch gut sind? Ein einfacher Test zeigt es Ihnen. Werfen Sie alle Esskastanien in lauwarmes Wasser. Frische und wurmfreie Maroni sinken nach unten. Die schwimmenden sind hingegen nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Maroni kochen: Die Schale an der spitz zulaufenden Seite mit einem Messer kreuzweise einritzen. Die Kastanien portionsweise in kochendes Salzwasser geben. Jeweils 15 Minuten darin ziehen lassen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Maroni braten: Die Maroni auf der runden Seite mit einem spitzen und scharfen Messer einschneiden und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C Heißluft etwa zehn Minuten braten. Dabei einen Topf mit Wasser mit in den Ofen stellen, dass die Maroni nicht austrocknen. Maroni können auch in einer gusseisernen Pfanne mit Deckel geröstet werden. Dabei trocknen sie weniger schnell aus.

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